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Donnerstag, 18. Februar 2010

"Lost" und alternative Realitäten

Schaut hier überhaupt noch jemand rein? Egal, ich muss mal wieder eine Lanze für "Lost" brechen: In der aktuellen 6. Staffel laufen nämlich zwei Paralleluniversen quasi nebeneinander her: das "alte" in dem die Hauptfiguren in der Gegenwart immer noch auf der Insel feststecken, und dann das alternative (das dadurch ausgelöst wurde dass am Ende der 5. Staffel diejenigen, die in die 70er Jahre zurückgereist waren eine Atombombe gezündet haben um die Zeitlinie zu ändern...oder so...) in dem das Flugzeug nicht abstürzt und alle ganz normal ihr Leben weiterleben (aber sich trotzdem ständig begegnen - aber das ist ein anderes Thema).

Freitag, 26. Juni 2009

Hallo liebe NaFuler,

obwohl ich kein Mitglied Eurer Gruppe bin, hat mich Sebastian freundlicherweise zu diesem Blog eingeladen.

Ich verfolge die Einträge stillschweigend, wie ein geduldiger Zuhörer in einer Vorlesung und wollte an dieser Stelle kurz mal aus meiner Stasis herausbrechen, um Euch zwei schöne Primärtexte zum Thema Alternate History zu präsentieren, die ihr vielleicht noch nicht auf dem Radar habt.

Da wäre zum Einen der Comic The Adventures of Luther Arkwright von Bryan Talbot. Talbot inszeniert im Comic ein sich bedingendes Multiverse dessen einzelne Paralleluniversen vor der Apokalypse stehen. Hört sich sehr nach Sci-Fi an, ich weiß, aber die Ausarbeitung der Vermischung von politischen, historischen Themen ist sehr gut gelungen.

Der andere Text trägt den schönen Namen Atomic Aztek von Sesshu Foster. Er beschreibt die Geschichte eines jungen Indio in den Schlachthöfen von Los Angeles, dessen Wahrnehmung beim Töten der Schweine immer wieder verschwimmt und er sich in einer Welt wiederfindet in der die Azteken nicht nur die Europäer aus Amerika vertrieben haben, sondern auch die Nazis bekämpfen.

Ich weiß, dass sich bei beiden Text etwas nach Popular Culture anhören, doch ich kann sie euch nur empfehlen. So, jetzt muss ich aber zurück zu meiner Dissertation und William Gaddis, der seiner ganz persönlichen Zeitrechnung folgt. Wenn jemand Fragen oder Bemerkung in Sachen Comics, ein akademisches Steckenpferd von mir, oder amerikanischer Literatur hat, immer her damit.

Grüße,
Daniel